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Der Bundesverband Jugendweihe Deutschland e. V. veranstaltet neben der offenen Jugendarbeit auch internationale Jugendtreffen für alle Mitglieder der Landesverbände in ganz Deutschland. Verschiedene Projekte, wie z. B. ein Treffen mit weißrussischen Jugendlichen in Berlin/Großenhain, oder ein Treffen mit polnischen und tschechischen Jugendlichen, sind schon geschehen. Darunter waren auch Jugendgruppenmitglieder des Landesverbandes Sachsen-Anhalt der Interessenvereinigung Jugendweihe e. V.
Ein paar Eindrücke zu den jeweiligen Projekten findet ihr hier auf unserer Internetseite oder in unserem Veranstaltungskatalog.
Wir wünschen euch viel Spaß beim weiter lesen!!!Euer Landesverband Sachsen-Anhalt der Interessenvereinigung Jugendweihe e. V.
Internationale Jugendbegegnung in Rowy Sommer 2005Samstag, 16.07.2005 Endlich sind wir da!!!Wir hatten eine 10-stündige nicht gerade bequeme Busfahrt hinter uns und sind sehr geschafft. Auf den Hotelfluren toben noch einige Jugendliche vom Sommercamp und der Internationalen Begegnung rum. Katja und ich sind nach einer "UNO"-Schlacht total erledigt und wollen nur noch schlafen.Hier noch einmal ein kurzer Tagesrückblick!Seit 5.30 Uhr waren wir unterwegs, hatten vor der Busfahrt schon eine 1-stündige Autofahrt nach Magdeburg hinter uns. Im Bus wurden wir durchgeschüttelt bis zum umfallen (nur gut das keinem schlecht wurde). Aber am schrecklichsten war die GURTPFLICHT!!!Einerseits ist es richtig angeschnallt im Bus zu sitzen, aber man kann sich dann so schlecht bewegen und beim schlafen geht das auch nicht so gut. Nach einiger Zeit standen wir auch noch im Stau bis dann die Grenze kam.Bye bye Deutschland!!!Die Kontrolle lief kurz und schmerzlos ab und wir konnten weiterfahren... bis zum nächsten Stau. *juchu*Gegen 18 Uhr kamen wir dann in unserem Hotel, es hieß "Albatros" an und belegten unsere Zimmer. Danach war dann Essen angesagt. Den Rest des Tages konnte man individuell gestalten.Sonntag, 17.07.2005 Nach einem feurigen Kennlernspiel, bei dem jeder ein Streichholz anzünden und so lange reden musste, wie die Brenndauer des Streichholzes war, wurden wir in Projektgruppen eingeteilt. Anfangs fiel uns die Kommunikation sehr schwer. In den Gruppen sollten die jeweiligen Themen zum Aufenthalt bearbeitet werden.Nachmittags stand die erste Erkundung der Stadt Rowy an. Einige nutzten die freie Zeit um Geld zu tauschen und Postkarten und erste Souvenirs zu kaufen.Ab 20 Uhr gab es noch eine Begrüßungsdisco, die sehr viel Andrang fand. *zwinkerzwinker*Montag, 18.07.2005 Heute "durften" wir 5.30 Uhr aufstehen und 6.30 Uhr zum Frühstück dackeln. Ab 7.00 Uhr ging es dann los, Richtung Leba in den slowinzischen Nationalpark zu den Wanderdünen. Die Fahrt dauerte zwei Stunden und viele holten ihren Schlaf nach, den sie in der Nacht zu wenig bekommen hatten. Als wir ankamen, suchten wir uns den sog. "Schlepper". Das sind kleine Züge, die aber nicht auf Schienen fahren. Die Fahrt mit dem "Schlepper" war sehr holprig und man musste sich festhalten, damit man nicht rausfiel. Nach einer kurzen schnellen Fahrt hatten wir endlich die Wanderdünen vor unserer Nase. Die sind atemberaubend. Riesige Sandberge lagen vor uns. Einer höher als der andere. Alle Jugendlichen liefen bzw. stiegen die Dünen rauf, bis wir an die Ostsee kamen. Das Laufen auf den Dünen war sehr anstrengend, da man auf Sand lief und immer wegrutschte. An der Ostsee verweilten wir eine Weile und viele aßen ihre Lunchpakete leer die wir bekommen hatten. Kurz vor halb elf ging es dann zurück zum Bus. Vorher war noch einmal die Fahrt mit dem "Schlepper" an der Reihe, der uns gleich zum Bus transportierte. Am Bus angekommen, warteten wir noch bis alle da waren und fuhren dann in die Stadt Leba. Dort hatten wir Freizeit. Ab 15.00 Uhr ging es dann zurück ins Jugendhotel.Mehr zum Thema Wanderdünen unter:www.info-polen.com/natur/slowinski.phpwww.ostsee-urlaub-polen.de/kaschubien/slowinzischer-nationalpark.htmwww.slowinzischer_nationalpark.know-library.net/Dienstag, 19.07.2005 Heute hatten wir nicht viel Stress. Wir konnten etwas länger schlafen und ab 8.00 Uhr frühstücken. Nach dem Frühstück liefen wir, die internationalen Jugendlichen, zur Stadtverwaltung der Stadt Rowy. Dort hörten wir einen Vortrag über die Wanderdünen. Der Vortrag war sehr interessant und wir erfuhren eine Menge über die Wanderdünen.Den Nachmittag konnte jeder selbst gestalten. Viele nutzen das Wetter zum baden, einige spielten Volleyball, andere gingen shoppen.Mittwoch, 20.07.2005 Heute war es richtig cool. Wir fuhren mit einem echten Vikingerschiff raus auf die Ostsee. Der "Ritt" war der Hammer. Die Fahrt dauerte 45 Minuten, d. h. viel zu kurz. Naja jedenfalls standen wir an der Rehling und konnten die Wellen richtig mitnehmen. Wir sahen wie das Schiff bei jeder Welle nach oben ging. Nach jeder Welle hatten wir ein kribbeln im Bauch. So ein kribbeln, als wenn man im Auto über einen Hügel rast. Die Rückfahrt zum Hafen war im Gegensatz zur Fahrt aufs Meer langweilig, da wir mit den Wellen schipperten und nicht gegen sie.Als wir dann wieder festen Boden unter den Füßen hatten, war es schon ein komisches Gefühl, wie Muskelkater in den Beinen.Eine kleine Bemerkung am Rande: Für Leute, die Seekrank werden, ist das auf jeden fall nichts.Zum Mittagessen waren wir dann wieder im Hotel und bis zum Abend hatten wir wieder Freizeit.Donnerstag, 21.07.2005 Der Tag war heute richtig blöd! Das Wetter war überhaupt nicht schön. Es hat nur geregnet und das wie aus Eimern.Wir hatten heute eigentlich vor, den Dünenarbeitern zu helfen, aber da es regnete hatten wir keine Lust dazu. Rutha, die poln. Betreuerin, sagte zu uns, als wir noch beim Frühstück saßen, das wir nicht mit müssen, wenn wir uns nicht bereit dazu fühlten. Wir schauten uns am Tisch alle an und beschlossen dann im Hotel zu bleiben, da ja keiner Regensachen mithatte. Gut, damit war das dann erledigt. Dachten wir, aber wir freuten uns zu früh. Wir hatten nicht mit unserem Betreuer Ronny gerechnet. Er zwang uns dazu. Wir sagten ihm zwar das er das nicht machen kann, bei so einem blöden Wetter. Da holen wir uns doch einer nach dem anderen nen Schnupfen. Aber das war Ronny egal und so stiegen wir dann in den Bus ein.Als wir am Ort ankamen, wo wir hinwollten, stieg Ronny mit einigen Jugendlichen aus und lief in den Wald. Wir anderen wollten auch aussteigen, aber die tschechischen Jugendlichen versperrten uns den Ausgang. Also, mussten wir im Bus bleiben. Ronny war eh nicht mehr zu sehen, also hatten wir nichts dagegen im trockenen zu sitzen.Nach einer Weile kamen dann auch Ronny und die anderen wieder. Wir fanden es lustig, weil er nass war und wir nicht. Wir fuhren dann zurück in unser Hotel und hatten Freizeit. Da das Wetter nicht passend war für Aktivitäten im Freien, mussten wir uns auf unserem Zimmer vergnügen.Am Abend, nach dem Abendbrot, trafen sich die internationalen Jugendlichen, um den Tagesablauf für den nächsten Tag zu besprechen. Nach dem Treffen probten wir, die deutsche Gruppe, unser Stück für den am Freitag geplanten Abschlussabend. Ihr wollt jetzt bestimmt wissen, was wir für ein Stück probten, aber das wird noch nicht verraten, da müsst ihr schon weiter lesen.Freitag, 22.07.2005 Heute waren wir im Museumsdorf Kluki. Der Rundgang war eigentlich schon am Montag geplant, aber da hatte es geschlossen.Herr Langer aus Mecklenburg-Vorpommern erzählte uns etwas über das Dorf und die Lebensweise der Menschen die dort lebten. Kluki ist/war ein kleines Dorf und hatte nicht mehr als 70 Einwohner, die alle miteinander verwandt waren.Danach ging es wieder zurück ins Hotel.Mehr zum Thema Kluki: www.stolp.de/Stolp-Kreis/Orte/klucken.htmNach dem Mittag hatten wir wieder frei und die deutsche Gruppe machte sich wieder an die Probe des Theaterstückes. Es war sehr anstrengend, da nicht alles gleich klappte (was immer so ist) und da viele Dinge erst bei der Probe noch gesagt und berichtigt werden mussten. Aber nach einer Stunde klappte dann doch alles und als wir fertig waren, konnten wir uns anderen Dingen widmen. Viele nutzen die Zeit um ihre Koffer und Taschen schon zu packen, andere beteiligten sich an den letzten Turnieren und einige liefen in die Stadt um ihre letzten Slottis auszugeben.Von 18.00 bis 18.50 Uhr gab es wieder Abendbrot. Diesmal gab es was sehr polnisches, aber für uns deutsche sehr ungewöhnliches und unvorstellbares. Es gab kalte Nudeln mit Erdbeersoße. Wie lecker! Sah lustig aus, aber geschmeckt hat es nicht so sehr. Aber die Polen essen das gerne und die Köchin rieb sich immer über den Bauch und machte "mmhh". Aber wir fanden das nicht so "mmhh". Nach dem Essen hatten wir noch etwas Zeit, bis dann endlich der Abschlussabend begann. Dieser begann gegen 20.30 Uhr. Zuerst wurden alle begrüßt. Alle, d. h. die internationalen Jugendlichen (Polen, Tschechien und Deutschland) und die Jugendlichen vom Sommercamp. Danach kamen dann die Beiträge der Internationalen Jugendbegegnung. Die Polen machten den Anfang und danach kamen die Tschechen dran. Sie erzählten über ihre Länder, Schulen, Sehenswürdigkeiten usw. Der Beitrag der Polen war mit Bildern versehen, die via Beamer an die Wand kamen. Die Tschechen hatten ihren Beitrag sogar 3-sprachig. In tschechisch, polnisch und in deutsch. Nach den beiden Beiträgen kamen wir Deutschen an die Reihe. Wir legten auch gleich los, die Requisiten zu platzieren.Ich hatte ja schon erwähnt, dass es ein Theaterstück ist, aber was für eins noch nicht. Also, hier die Auflösung: Wir spielten Schneewittchen und die 7 Zwerge.Natürlich nicht so, wie die Gebrüder Grimm es schrieben, sondern etwas moderner und sehr lustig.Die Zwerge hatten Mülltüten als Zipfelmützen, statt einem Apfel hatten wir eine Banane und die Stiefmutter rannte in Minirock und einem Top mit "V-Ausschnitt" rum. Das ganze Märchen spielte im Thüringer Wald. Bei den Zwergen gab es statt Wasser Bier, Wodka und anderen Alkohol und zu essen gab es Pizza, die wir bestellt hatten. Unser Prinz hieß Micha, er kommt aus Dessau, und unser Schneewittchen war Verena aus Niedersachsen. Die Rolle des Schneewittchens passte haargenau zu Verena, da sie auch so langes schwarzes Haar wie Ebenholz hat. Im Märchen der Brüder Grimm erwacht ja Schneewittchen, weil der Prinz über einen Stein stolpert, bei unserem Märchen wurde sie wachgesungen. Das Lied hieß "Tiamo"!Es war sehr lustig und wir bekamen sogar ne Zugabe.Nachdem wir unseren Beitrag gespielt hatten, kamen noch die Preisverleihungen der einzelnen Turniere und Preisrätsel. Danach war wieder Disco. Gegen 23 Uhr mussten die Jugendlichen vom Sommercamp ins Bett und wir bereiteten in der Zeit die Nachtwanderung vor. Wir liefen durch den Wald und stellten die Posten auf, die die Jugendlichen erschrecken sollten. Außerdem sollten die Jugendlichen mit Wasser bekippt und mit Kienappeln beworfen werden. Nach einer Stunde Waldwanderung kamen wir ins Hotel zurück und erlebten eine "schöne" Überraschung. Die Nachtwanderung fällt aus! PRIMA!!!Samstag, 23.07.2005 Der Abreisetag war da! Juchu es geht in die Heimat!!!Vorher war natürlich noch Frühstück und Taschen fertig packen angesagt. Ab 8.15 Uhr war dann Zimmerabnahme. Bei uns internationalen Jugendlichen kamen die "Zimmerabnehmer" nie an. Auch nicht schlimm! Wir brachten dann unsere Taschen und Koffer zum Bus, schnappten uns unser Handgepäck und unser Lunchpaket und gingen ebenfalls nach unten. Unten angekommen, verabschiedeten wir uns von unseren neu gewonnenen Freunden und gingen zum Bus. Nach einer Weile fing es auch noch an zu regnen. Alle, die noch draußen waren, stürmten in die jeweiligen Busse oder ins Hotelgebäude. Gegen 10 Uhr fuhren wir dann im strömenden Regen Richtung Heimat.Wir fanden, es war eine sehr schöne Erfahrung, trotz des schlechten Wetters. Wir haben sehr viel erlebt und können dieses Erlebnis eigentlich nur weiterempfehlen.Viele GrüßeKatja und MaLu (Jugendgruppe "Junge Pioniere", Dessau)
Definition DüneEine Düne ist ein Sandhügel, der durch Windeinwirkungen entsteht. Dünen können beträchtliche Größen annehmen und - wenn sie nicht durch Vegetation ausreichend verankert werden - "wandern" (Wanderdünen)Informationen zum Slowinzischen NationalparkGrunddatenGründung: 01.01.1967Größe: 18,618 Hektar davon 59,3 % Wasser 24,5 % Wald 5,1 % Strand und Düne 7,7 % Sumpf 8,2 % Weidelandgrößte Düne: Lontzkedüne (etwa 42 Meter)Geschwindigkeit einer Düne: etwa 10 Meter im JahrDer Name des Nationalparks bezieht sich auf das Volk der Slowinzen. Diese lebten ursprünglich am Rande des Lebasees. Der Park liegt an der poln. Ostseeküste zwischen den Orten Leborg (Lauenburg) und Slupsk (Stolp). |
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